Eugen-Bolz-Schüler treffen Bundeskanzlerin

Am 1. Februar 2017 wurde der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel in Stuttgart, im Neuen Schloss, der Eugen-Bolz-Preis verliehen. Die Auszeichnung, die alle zwei bis vier Jahre durch die Eugen-Bolz-Stiftung verliehen wird, erinnert an den früheren württembergischen Staatspräsidenten Eugen Bolz und dessen Wirken.

Auf Einladung der Eugen-Bolz-Schulstiftung, durfte eine Abordnung der Eugen-Bolz-Schule Bad Waldsee an dem Festakt teilnehmen. Neben Schulleiter Alexander Dorn bestand die Delegation aus den Vertretern der örtlichen Eugen-Bolz-Schulstiftung Peter Niedergesäss und Peter Scheible, dem Elternbeiratsvorsitzenden Boscho Gutsch sowie der Verbindungslehrerin Elisabeth Usselmann mit den beiden Schülersprechern Nadine Maucher und Jan Kösler.

Nach der musikalischen Einleitung und den Begrüßungsworten des Rottenburger Oberbürgermeisters Stephan Neher, blickte Ministerpräsident Winfried Kretschmann in seiner Rede auf die politische Arbeit von Eugen Bolz zurück. Er bezeichnete ihn als aufrichtigen Demokraten, dessen Handlungen sich auf dem christlichen Glauben begründeten. Das Handeln der Bundeskanzlerin in der Flüchtlingsfrage wäre ein solches Beispiel für humanitäres Handeln, indem sie keinen Zweifel am Recht von politisch Verfolgten auf Asyl ließe. Dabei hob Winfried Kretschmann das Engagement der Kanzlerin um den europäischen Gedanken und dessen Bewahrung hervor.

Der Eugen-Bolz-Preis sei ein „klares Signal gegen Totalitarismus, Menschenfeindlichkeit und Verfälschung historischer Fakten“, betone der katholische Bischof Dr. Gebhard Fürst und sprach der Bundeskanzlerin für den wertegebundenen Umgang in der Flüchtlingskrise die allerhöchste Achtung aus. Die Kanzlerin sei mit ihrem Handeln ebenso wie Eugen Bolz ein Vorbild an Zivilcourage.

Der Vorsitzende der Bischofskonferenz Kardinal Reinhard Marx betonte in seiner Laudatio, die Regierungschefin lebe ihren christlichen Glauben unaufdringlich. Ihr Handeln sei von dem offenen und respektvollen Umgang mit ihren Mitmenschen geprägt. Den Dingen auf den Grund zu gehen sei kennzeichnend und somit im Sinne von Eugen Bolz und dessen Wirken. Damit sei sie Vorbild und Impulsgeberin für viele Menschen Deutschlands.

Im Anschluss an die Laudatio überreichte Oberbürgermeister Stephan Neher den mit 5.000 Euro dotierten Eugen-Bolz-Preis an die Bundeskanzlerin.

In ihrer Ansprache dankte Dr. Angela Merkel den Anwesenden für die lobenden Worte und für die Anerkennung, die mit der Verleihung des Eugen-Bolz-Preises verbunden war. Besonders freue sie, dass bei der heutigen Verleihung auch Schülerinnen und Schüler von den Eugen-Bolz-Schulen anwesend seien. Die Schüler würden sich über das Gedenken an Eugen Bolz auch an die deutsche Geschichte herantasten, um den Zauber oder das Glück der Freiheit zu erspüren.

Die Rede der Bundeskanzlerin hatte die Jugendlichen sichtlich beeindruckt und sie freuten sich darüber, dass Angela Merkel auf die Jugend setze.
Bei dem abschließenden Stehempfang hatten die Schülersprecher und deren Begleiter die einmalige Gelegenheit, mit den geladenen Gästen und Rednern in Kontakt zu kommen.

"Die Preisverleihung fand zum richtig Zeitpunkt statt.? Zunehmender Populismus erfordert ein Zeichen für eine weltoffene und demokratische Gesellschaft. Dafür stehen Eugen Bolz und Angela Merkel. Christen erhalten durch Eugen Bolz eine Orientierung für heute“, betonte der Stiftungsratsvorsitzende Peter Niedergesäss gegenüber Bischof Fürst und Angela Merkel. Er bedankte sich, dass Jugendliche aus Eugen-Bolz-Schule zur Preisverleihung eingeladen wurden.
Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel nahm sich für ein gemeinsames Foto Zeit und suchte den Kontakt zu den Schülern.

Kardinal Reinhard Marx, Bischof Dr. Gebhard Fürst oder auch der ehemalige Ministerpräsident Erwin Teufel zeigten sich gegenüber den Schülersprechern und deren Begleitern ebenfalls offen und sorgten somit für eine eindrucksvolle und unvergessliche Begegnung.
 

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