Axel Müller stellt sich den Fragen der EBS-Schüler

Schülersprecher Philipp Bertsch lädt Bundestagsabgeordneten Axel Müller zum Gespräch an die EBS

Obwohl die Entscheidung um das Krankenhaus in Bad Waldsee schon getroffen ist, besuchte der Bundestagsabgeordnete Axel Müller (CDU) die Sekundarschüler der Eugen-Bolz-Schule, um genau über diese Thematik mit den jungen Menschen ins Gespräch zu kommen. Wie kam es dazu?

Der Reihe nach: Der Schülersprecher der EBS, Philipp Bertsch, hatte sich bereits vor Monaten an den Volksvertreter gewandt und um seine Unterstützung um das Waldseer Krankenhaus gebeten. Axel Müller formulierte seine persönliche Sichtweise in einem ausführlichen Brief und bot der Schule einen Besuch vor Ort an, um sich mit den Jugendlichen über diese Thematik auszutauschen.

Dieser Termin fand nun – prüfungsbedingt etwas verspätet- in der Mensa der Schule mit allen Schülern der 8. und 9. Klassen statt.  Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, die den Schülerinnen und Schülern den beruflichen Werdegang des Abgeordneten Müllers aufzeigte, erfolgte ein Ausflug in den Arbeitsalltag eines Bundestagsabgeordneten. Hierbei wurden das deutsche Gesundheitssystem und die daraus resultierenden Rahmenbedingungen erläutert. In schülergerechten Ausführungen erhielten die jungen Zuhörer interessante Einblicke, die sie mit ihrer Lebenswirklichkeit verknüpfen konnten. Als es dann um die Schließung des Krankenhauses vor Ort ging, engagierten sich die Schüler sehr in der Diskussion und brachten vielfältige, bereits im Unterricht vorbereitete Fragen an den Abgeordneten ein. So wurden eine Zentralisierung der Gesundheitsversorgung genauso in Frage gestellt, wie auch die 20-minütigen Anfahrtszeiten zum OSK Krankenhaus in Ravensburg. Andererseits zeigte Axel Müller die Problematik der Doppelstrukturen, des Personalmangels und der hohen Kosten auf. Auch verheimlichte er seine Unterstützung zur Schließung des Krankenhauses in Bad Waldsee nicht. Auf Nachfrage räumte er allerdings selbstkritisch ein, dass dieses emotionale Thema von Seiten der Politik besser hätte kommuniziert werden müssen, jedoch fanden auch die Schüler auf Rückfrage keine passenderen Formen der Kommunikation mit allen betroffenen Bürgern.

Trotz aller unterschiedlichen Sichtweisen waren sich alle Beteiligten einig, dass Politik nur im Dialog und Austausch stattfinden kann. Der prominente Besucher motivierte seine Zuhörer, dass diese sich für ihre Zukunftsinteressen aktiv einbringen sollen. Für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler war dieses Zusammenkommen auf alle Fälle ein Erfahrungsmehrwert, so konnten sie ohne große Hemmungen mit einem Politiker auf Bundesebene ins Gespräch kommen. 

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