Der Eugen Bolz Kindergarten Bad Waldsee feiert die Wiedereröffnung seiner frisch sanierten Räumlichkeiten
„Ein Kindergarten besteht nicht aus Wänden, sondern aus Kindern, Eltern und Erzieherinnen, die aus Räumen einen Ort des Spielens und Lachens machen.“ Mit diesen treffenden Worten brachte Architektin Sieglinde Wanja auf den Punkt, was einen Kindergarten wirklich ausmacht. Am Freitag, 9. Oktober 2026, feierte der Eugen Bolz Kindergarten Bad Waldsee die Wiedereröffnung seines „alten – neuen“ Kindergartengebäudes.
Um 14.30 Uhr begrüßte Kindergartenleiterin Isabela Havel die geladenen Gäste und blickte auf eine besondere Zeit zurück, die von Veränderungen, Herausforderungen und vor allem von großem Zusammenhalt geprägt war.
Im April 2024 musste der Kindergarten aufgrund baulicher Mängel sein angestammtes Gebäude verlassen.
Roland Grimmelsmann, Verwaltungs- und Finanzvorstand der Stiftung Katholisch Freier Schulen (SKFS), würdigte in seinem Grußwort den außergewöhnlichen Zusammenhalt innerhalb der großen Eugen-Bolz-Familie. Gerade in einer Zeit, die für Kinder, Eltern und pädagogische Fachkräfte mit vielen Veränderungen verbunden war, habe sich gezeigt, wie wertvoll gegenseitige Unterstützung und ein gutes Miteinander sind.
Auch Oberbürgermeister Matthias Henne freute sich über die Rückkehr in die sanierten Räumlichkeiten. Mit einem Augenzwinkern bemerkte er, dass nun sowohl der kleine als auch der große Herr Henne täglich das Gebäude betreten könnten. Seine klare Botschaft lautete: „Für die Kinder ist uns nichts zu viel.“ Damit unterstrich er die Bedeutung einer guten Umgebung für die Entwicklung und das Wohlbefinden der Kinder.
Architektin Sieglinde Wanja vom Architekturbüro „Phalsmeier und Wanja“ lenkte den Blick auf die gelungene Umsetzung der Sanierungsarbeiten. Dabei hob sie besonders die Leistung der beteiligten Handwerker hervor. „Ohne Handwerker wäre ein Architekt hilflos, denn dann wären die ganzen Pläne nur Zeichnungen auf Papier“, betonte sie. Erst durch das Zusammenspiel vieler Beteiligter sei es möglich geworden, aus den Planungen wieder lebendige Räume für die Kinder zu schaffen.
Ein besonders feierlicher Moment war die Segnung der Einrichtung durch Pfarrer Thomas Bucher. Er stellte den Kindergarten unter Gottes besonderen Schutz und erinnerte mit einer Bibelstelle aus dem Matthäusevangelium an die besondere Bedeutung der Kinder:
„Wahrlich, ich sage euch, wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht in das Reich der Himmel eingehen.“ (Matthäus 18,3)
Diese Worte gaben dem Fest einen tiefen geistlichen Impuls. Sie erinnerten daran, Kinder mit offenen Augen, Vertrauen und Freude durchs Leben zu begleiten und ihnen einen Ort zu schenken, an dem sie sich geborgen fühlen, ihre Fähigkeiten entfalten und in Gemeinschaft wachsen können.
Im Anschluss an den offiziellen Teil hatten die Gäste Gelegenheit, die liebevoll gestalteten und frisch sanierten Räumlichkeiten in aller Ruhe zu erkunden. Auch zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, sich ein Bild vom „neuen alten“ Kindergarten zu machen und die Einrichtung kennenzulernen.